01.07.2013, 15:49 Uhr

1. Preis für die Generalplanung des Neubaus der Rheinbrücke Fußach-Hard

Leonhardt, Andrä und Parter, Stuttgart und Schimetta Consult Ziviltechniker, Innsbruck erhalten in Zusammenarbeit  mit Dissing + Weitling, Kopenhagen den Zuschlag für die Generalplanung der neu zu errichtenden Rheinbrücke zwischen Fußach und Hard vom Land Vorarlberg, Österreich. Sie überzeugten im Wettbewerb mit einem technisch fortschrittlichen Entwurf einer überspannten Brücke.

Durch die Überbrückung des Rheins mit einer großzügigen seilverspannten Konstruktion wurde eine Lösung entwickelt, die infolge der Reduzierung der Pfeileranzahl auf ein wirtschaftlich sinnvolles Maß  größtmögliche Rücksicht auf die Geländesituation inklusive Flussbett und Uferbereich nimmt.  Visuell stehen Überbau mit Tragwerk in solchen Proportionen zueinander, die das Gesamtbauwerk nachhaltig für den menschlichen Maßstab erlebbar machen, was  insbesondere aufgrund der hohen Frequentierung durch Radverkehr eine hervorzuhebende Qualität darstellt. Die Konstruktion entwickelt durch die flache Ausbildung der Zugglieder und den damit verbundenen relativ niedrigen Masten eine eigene, unverwechselbare Formensprache. Es entsteht insgesamt ein filigranes und modernes Bauwerk, das sich durch eine sehr sachliche und schlicht elegante Zurückhaltung auszeichnet, gleichzeitig aber auch ein hohes Maß an eigenständiger Integrität entwickelt.

Der Überbau der 255 m langen, vierfeldrigen Balkenbrücke ist ein zweistegiger Plattenbalken mit einer in Längsrichtung konstanten Bauhöhe im Mittelbereich und variabel abnehmender Bauhöhe in den Endbereichen. Um das Hauptfeld mit seiner maximalen Spannweite von 125 m bei gleicher Bauhöhe des Überbaus zu realisieren wird dieses mit externen Spanngliedern abgespannt. Die elegant geformten Stahlmasten werden als Hohlkästen ausgebildet und sind mit dem Überbau gelenkig verbunden.

Auftraggeber:
Land Vorarlberg
Amt der Vorarlberger Landesregierung
Abteilung Straßenbau