05.08.2013, 15:29 Uhr

Verkehrsfreigabe der neuen Sinntalbrücke im Zuge der A7

Am 31. Juli 2013 hat Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer die neue Sinntalbrücke an der A 7 für den Verkehr freigegeben.

Zur Ausführung gelangte ein Sondervorschlag von LAP, der gegenüber dem Amtsentwurf folgende Unterschiede aufweist:

  • Vier torsionssteife, luftdicht verschweißte Hohlkästen als Längsträger
  • Quersteifen für Windlasten an den Pfeilern
  • Harmonische Pfeilerkopfaufweitung für die Lagerspreizung
  • Einschub des Stahlüberbaus ohne Hilfsstützen

Die 755 m lange neue Sinntalbrücke ist eine leichte Stahlverbundkonstruktion über 8 Felder, die sich in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Form an die alte Brücke anlehnt und sich harmonisch in den Landschaftsraum der Röhn einfügt. Die beiden getrennten Überbauten nehmen jeweils zwei Fahrstreifen und einen Standstreifen auf und lagern auf schlanken Rundstützen, die sich oben quer zur Brücke aufweiten. Die Brücke wurde im Taktschiebeverfahren ohne Hilfsstützen hergestellt. Der Einschub der Stahlkonstruktion erfolgte mit Hilfe eines Vorbauschnabels, die Ausführung der Verbundplatte mit Schalwagen im Pilgerschrittverfahren. Die bis zu 44 m hohen Betonpfeiler wurden mithilfe einer Kletterschaltung hergestellt.

Der um eine volle Brückenbreite sinnabwärts nach Westen versetzte Neubau wurde neben der bestehenden Brücke hergestellt, die am 22. Juni 2013 gesprengt wurde.

Leistung LAP: Sonderentwurf, Genehmigungs- und Ausführungsplanung für die ARGE Bögl/Stahlbau Plauen