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System LEOBA CarboDur - Kohlefaserlamellen
   
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Vorgespannte Kohlefaserlamellen als Oberflächenspannglieder zur Bauteilverstärkung
Gründe für die Notwendigkeit einer statischen Verstärkung von Bauteilen können beispielweise Umnutzungen, Auswechselungen, Brandschäden, Korrosion der Bewehrung, Mängel in der Ausführung aber auch in der statischen Planung sein.

Die Möglichkeiten von Biegeverstärkungsmaßnahmen für Stahlbetonbauteile beschränken sich auf:

Querschnittsergänzung
 - Druckzonenergänzung (mehr Eigengewicht!!!)
 - Biegezugzonenverstärkung (eingeschlitzte
 Bewehrung,Stahllamelle, CFK-Lamelle)
 
externe Vorspannung
Dabei zeigt sich, daß bei Verwendung des hochzugfesten Werkstoffes Kohlefaser die Biegezugzonenergänzung infolge des sehr hohen Dehnungsvermögens nur wirtschaftlich in Kombination mit externer Vorspannung ausgenutzt werden kann.
 
Vorgespannte CFK-Lamellen bieten gegenüber einer nur schlaffen Oberflächenverklebung:
- eine höhere Ausnutzung des Dehnvermögens
der Lamelle
- eine "aktive" Verstärkung auch für
Eigengewichtslasten
- eine Möglichkeit zur Rückführung des
Bauteils in Zustand I (ungerissener Beton)
- eine Reduzierung der Stahlspannungen der
internen Bestandsbewehrung
 
Von Leonhardt, Andrä und Partner wurde deshalb ein neues Spannverfahren entwickelt, welches es erlaubt, Kohlefaser (CFK)-Lamellen am Bauwerk extern vorzuspannen und dauerhaft zu verankern.
Die Vorspannung der Lamelle beträgt = 1000 N/mm² - ca 40% der Bruchspannung - bei einer zugehörigen Lamellendehnung von = 5,5 0/00.

Versuchsbalken verstärkt mit
LEOBA-CarboDur Vorspannsystem

 

Dehnungsmessung an CFK-Lamelle während des Vorspannvorganges (aus EMPA Versuchsbericht)

 

Prüfung der LEOBA-CarboDur Verankerung im Zugversuch

Maßgebend ist ein Lamellenbruch auf der freien Strecke zwischen der Verankerung.

Lamellenbruch bei einer Prüflast von 760 kN
( zugehörige gemessene Lamellendehnung
e = 16,5 0/00 )


Mit diesem Verfahren wurde 1998 weltweit
zum ersten Mal ein Brückenbauwerk mit
Risseschaden mittels vorgespannten
CFK-Lamellen saniert und ertüchtigt.


Lauterbrücke in Gomadingen


Risseschaden saniert mittels extern vorgespannter CFK-Lamellen, schlaffe Enden noch nicht verklebt
Auch im Hochbau bewies die Verwendung der LEOBA CarboDur Oberflächenspannglieder und dessen Spannverfahren die Leistungsfähigkeit von vorgespannten Kohlefaserlamellen zur Bauwerksverstärkung.
Juli 1999 Verstärkung einer Aussteifungsscheibe Bankgebäude Langen.
Nov 2000 Verstärkung einer Aussteifungsscheibe Fina-Hochhaus Frankfurt.

Wand nach Abschluß der
Spann- und Verstärkungsarbeiten

  vereinfachtes Fachwerkmodell und Anordnung der LEOBA CarboDur Oberflächenspannglieder.