Die "Normandie-Brücke",
die größte Schrägseilbrücke der
Welt und ein bedeutender Beitrag zur Ingenieurbaukunst
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Die Preisverleihung fand einen Tag nach dem 90. Geburtstag
von Prof. Fritz Leonhardt statt. Er nahm selbst an der Veranstaltung
teil.
Fritz Leonhardt, Prof. em. Dr. Ing. E.h. mult., studierte
von 1927 bis 1931 Bauingenieurwesen an der Universität Stuttgart,
1938 promovierte er an der Technischen Hochschule Stuttgart.
Weitere Stationen seiner Laufbahn: Von 1934 bis 1939 arbeitete
er als Brückeningenieur bei den Reichsauto-
bahnen. 1939 gründet Fritz Leonhardt sein eigenes Ingenieurbüro.
Von 1957 bis 1974 war er Ordinarius des Lehrstuhls für Massivbau
an der Universität Stuttgart, von 1966 bis 1969 Rektor der
Universität Stuttgart.
Zu seinen herausragenden Arbeiten gehört die Entwicklung von
Spannbeton in Theorie und Konstruktion, Entwurf und Konstruktion
von Stahlbeton- und Stahlbrücken, Hänge- und Schrägseilbrücken
sowie Forschungsarbeiten über Schub, Torsion, Krafteinleitung
und Rissbreitenbeschränkung bei Stahlbeton und Spannbetontragwerken.
Sein berühmtestes Bauwerk ist aber der 1954 als technische
Sensation gefeierte Stuttgarter Fernsehturm. Er entwarf ein
Bauwerk, dass es bis dato noch nirgendwo auf der Welt gab:
eine schlanke Nadel aus dem seinerzeit hochmodernen Werkstoff
Spannbeton mit einem mehrstöckigen Korb in 150 m Höhe und
mit einer riesigen Antenne, die bis auf 211 m über den Boden
emporragte (heute 217 m).
Prof. Fritz Leonhardt ist außerdem Autor zahlreicher Werke
auf dem Gebiet des Bauens, Vorbild für das ganzheitliche Betrachten,
Planen und Konstruieren von Ingenieurbauwerken und Träger
zahlreicher nationaler und internationaler Preise.
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