24.07.2018, 09:43 Uhr

2. Platz im Generalplanerwettbewerb Bildungszentrum West Ludwigsburg

Beim Generalwettbewerb Bildungszentrum West Ludwigsburg hat der Entwurf von Drei Architekten Stuttgart und Leonhardt, Andrä und Partner den 2. Platz gewonnen.

Der Wettbewerb umfasst zwei neue Schulgebäude, ein Mensa- und Bibliotheksgebäude und 2 Sporthallen.


Die Wettbewerbsaufgabe

Die Stadt Ludwigsburg hatte einen Architektenwettbewerb für die Neuordnung des Bildungszentrums West ausgelobt. Die Gebäude aus den siebziger Jahren sind sanierungsbedürftig und teilweise mit Schadstoffen belastet und werden größtenteils abgerissen und neu gebaut.
Die drei Schulen – die Grundschule Osterholzschule, die Gottlieb-Daimler-Realschule und das Otto-Hahn-Gymnasium – sollen mit dem Neubau ein attraktives Lernumfeld bekommen: mit multifunktional nutzbaren Räumen, einer gemeinsamen Mensa, einer zusätzlichen Sporthalle, einer erweiterten Stadtteilbibliothek und neu gestalteten Außenbereichen. Durch eine entsprechende Anordnung der Gebäude sollen Freiflächen entstehen, die sowohl Schüler und Lehrer als auch die Menschen im Quartier nutzen können.

Das Bauvorhaben soll im laufenden Betrieb verwirklicht werden. Nach den bisherigen Planungen könnten die Bauarbeiten Anfang 2022 beginnen und die komplette Umgestaltung im Jahr 2028 abgeschlossen sein.

Der Entwurf

Schulgebäude
Die klar gegliederten regelmäßigen Grundrisse ermöglichen eine wirtschaftliche Stahlbeton-Skelettkonstruktion aus Flachdecken und durchgehenden Stützen. Die Innenwände der Klassenzimmer können dadurch nichttragend ausgeführt werden, was eine große Flexibilität in der Nutzung ermöglicht und eventuelle spätere Umbauten vereinfacht. Für die Horizontalaussteifung stehen ausreichend viele Wandscheiben an den Treppenhäusern zur Verfügung.

Kulturhaus
Die große Spannweite über dem Speisesaal wird mit einem Unterzugsystem aus Stahlverbundträgern überspannt, das an einem geschosshohen Fachwerkträger (Stahl oder Stahlbeton) im 2. OG hängt. Die geringeren Spannweiten der übrigen Deckenbereiche lassen punktgestützte Flachdecken zu, deren Stützen über alle Geschosse durchgehen und eine flexible Nutzung und einfache Installation ermöglichen. Eine Ausnahme bilden die beiden Bewegungsräume des Ganztagesbereichs, über denen die Stützen aus dem 2. OG mit Unterzügen abgefangen werden.

Sporthalle
Die ca. 22,5 m weit gespannten Hallenflächen werden mit Stahlverbundträgern und Spannbetonträgern überspannt. So können die Langzeitverformungen aus Schwinden und Kriechen, die auch nach der Fertigstellung des Ausbaus auftreten, gering gehalten werden. Das klare Tragsystem ermöglicht das Stapeln der Hallen übereinander. Die Nebenräume werden mit Stahlbeton-Flachdecken freitragend überspannt.

Leistung LAP 
Tragwerkplanung

Projektleiter  
Dipl.-Ing. Jörg Hollenbach | Büro Stuttgart

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