24.04.2018, 14:32 Uhr

Neue Donaubrücke Budapest

Zweiter Platz in internationalem Entwurfswettbewerb

Die Stadt Budapest lobte 2017 einen internationalen Architektur Wettbewerb für eine neue Donaubrücke im Süden von Budapest aus. Mit dieser neuen Brücke wird eine Verbindung zwischen Süd Buda und Süd Pest erschaffen, die zur Entwicklung und besseren Erschließung der beiden Gebiete beiträgt.

Der Entwurf von Leonhardt, Andrä und Partner – Zaha Hadid – Werner Consult und Smoltczyk & Partner wurde mit dem 2. Platz ausgezeichnet.

Die mit dem 2. Platz ausgezeichnete Brücke ist so entworfen, dass sie sowohl den spezifischen Kontext zu der Stadt herstellt als auch dem kulturellen Anspruch der Metropole Rechnung trägt. Das architektonische Design der neuen Donaubrücke ist aufregend modern – so bislang noch nirgends realisiert. Sie stellt ein symbolisches Wahrzeichen der Stadtsilhouette dar, das speziell auf Budapest zugeschnitten ist. Die Brücke bietet darüber hinaus ein aufregendes Fahrerlebnis.

Das völlig neuartige Erscheinungsbild wird vor allem durch die S-förmige Ausrichtung und der aufregend geneigten Doppelbögen, oberhalb des Decks, pointiert. Der S-förmige Grundriss erfordert zwangsläufig eine Unterstützung in der Mitte der Donau, welche den Wendepunkt markiert.

Es wurde bewusst eine Bogenkonstruktion gewählt, da es das effizienteste System für Spannweiten von 2 x 244 Metern ist. Um eine maximale lichte Höhe unter der Brücke zu garantieren, sind die Bögen leicht asymmetrisch, mit einer Abweichung zum mittleren Pfeiler, geneigt. Dies führt zu steileren Bogenschenkeln mit einem V-förmigen Pfeiler, dessen Breite auf die gleiche Größe wie die Pfahlkappe im Wasser reduziert ist.

Allgemeine Brückendaten
Länge: 830 Meter, maximale Spannweiten: 244,17 Meter, Bogenhöhe: 50 Meter, Brückenbreite: 43,7 Meter

Begründung der Jury
„Es ist wahrhaftig eine innovative, neuartige und noch nie in dieser Größe dagewesene Brücke, die ebenfalls der Tradition von Budapests Brücken folgt. Die S-Form und die doppelt gebogene Ausführung macht das Überqueren der Donau zu einem Erlebnis ohnegleichen. Die Form ist spielerisch und doch ernst und der alleinstehende Pfeiler in der Mitte der Donau kann von Vorteil sein. Das Design ist nicht zu ausgefallen und dennoch speziell. Von all den eingereichten Entwürfen ist dieser wahrscheinlich der einzige, der ein räumliches Erlebnis beim Überqueren der Brücke liefert, durch die Ansicht auf das Bauwerk selbst: nicht nur von der Seite, sondern auch von der Achse der Brücke aus. […]”

Bauherr
KKBC – Centre of Key Government Investments Nonprofit Pivate Limited Company (Zrt.)

Team
Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG
Zaha Hadid Limited
Werner Consult ZT GesmbH
Smoltzcyk & Partner GmbH