Elbebrücke Wittenberge B189
Das bestehende Brückenbauwerk der B189 über die Bundeswasserstraße Elbe und deren Überflutungsbereich
befindet sich südwestlich der Stadt Wittenberge. Da die Landesgrenze zwischen den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg
annähernd in Strommitte verläuft, befinden sich die komplette Vorlandbrücke und ein Teil des Überbaus der Strombrücke in Sachsen-Anhalt
und der sich daran anschließende Teil des Überbaus der Strombrücke sowie das nördliche Widerlager im Land Brandenburg.
Die parallel verlaufende Autobahnbrücke der neuen Trasse der BAB A14 befindet sich derzeit im Bau.
Aufgrund des schlechten Zustands des Bestandsbauwerks wird durch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, Regionalbereich Nord
die Erneuerung der Elbebrücke Wittenberge im Zuge der B 189 geplant. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt unmittelbar nach Fertigstellung der Baumaßnahme der Brücke im Zuge der Bundesautobahn A14 im Spätsommer.
Bei der Erneuerung herrscht in wesentlichen Punkten Baugleichheit zum Bestandsbauwerk. Die Lage des Bauwerks, die
Pfeilerstandorte und die Straßenbreite werden beibehalten. Lediglich ein Geh- und Radweg wird dem Querschnitt auf der Ostseite hinzugefügt.
Die Gradiente - die Höhenlage der Straße - wird für das Schifffahrtsprofil im Bereich der Strombrücke geringfügig angehoben.
Bei einer Variantenuntersuchung hat sich eine Deckbrücke in Stahlverbundbauweise für die Strombrücke und ein Spannbetonmittelträger für die
Vorlandbrücke als geeigneteste Konstruktion erwiesen. Die Strombrücke ist als begehbarer Stahlhohlkasten mit stählernen Kragarmen und
Orthoverbundfahrbahnplatte mit 20 cm dicker Aufbetonschicht vorgesehen.
Für die Vorlandbrücke wurde der gleiche Querschnitt wie für die einzelnen Überbauten der benachbarten - noch im Bau befindlichen - BABBrücke
gewählt. Als Pfeiler sind schlanke Einzelpfeiler mit leichter kelchartiger Kopfaufweitung analog der BAB-Brücke vorgesehen.
Auch die Widerlager erhalten eine kelchförmige Pfeilervorlage entsprechend dem Nachbarbauwerk. So wirken die beiden Bauwerke in gleicher
Formensprache als Ensemble zusammen.
Die Erneuerung der Elbquerung schafft eine dauerhafte und durch Geh- und Radweg aufgewertete Verbindung der B189 an gewohnter Stelle.
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