Elbebrücke Wittenberge - finaler Verschub erfolgreich
Am 30. April 2025 wurde ein bedeutender Meilenstein beim Bau der neuen Elbebrücke Wittenberge erreicht: Der finale Verschub des Überbaus der Strombrücke im Zuge der Autobahn A14 wurde erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb von drei Tagen wurde die 412 Meter lange und etwa 8.500 Tonnen schwere Stahlkonstruktion in ihre endgültige Position gebracht.
Der Verschub erfolgte mithilfe einer hydraulischen Litzenhubanlage, die sich im Taktkeller hinter dem nördlichen Widerlager befindet. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Metern pro Stunde bewegte sich der Überbau in drei Abschnitten in Richtung Endlage: Am ersten Tag wurden rund 50 Meter verschoben, es folgten etwa 58 Meter am zweiten und weitere 12 Meter am dritten Tag.
Eine Besonderheit Einschubvorganges war der Verzicht auf einen Vorbauschnabel. Stattdessen wurde der Überbau auf den Stützenachsen 17 und 15.2 "hochgeklettert", wobei die Spitze der Brücke mithilfe von Klettertürmen um rund 3,25 Meter angehoben und exakt in Endposition gebracht wurde. Zudem wurde der Verschub über vier Lagerreihen in Querrichtung durchgeführt, was zusätzliche Präzision erforderte.
Die Strombrücke besteht aus drei Feldern mit Spannweiten von 126, 160 und erneut 126 Metern und ruht auf zwei Pfeilern. Mit einer Breite von rund 31 Metern entsteht ein einteiliges Tragwerk, dessen zentrales Element ein Hohlkasten-Mittelträger zwischen den Richtungsfahrbahnen bildet.
Der Bau der Elbebrücke ist Teil des Lückenschlusses der Autobahn A14 zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die Fertigstellung der Brücke ist für das Frühjahr 2026 geplant.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des finalen Verschubs wurde ein entscheidender Schritt in Richtung Fertigstellung der Elbebrücke Wittenberge gemacht, der die Verbindung zwischen den Bundesländern stärkt und die Infrastruktur in der Region erheblich verbessert.
Foto: Martin Ferch